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Bei der Planung schon an Folgekosten (Energiekosten) denken

Integrierte Planung
gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Ende der 90er benötigte ein Neubau etwa 30-40% der Heizenergei eines typischen Wohnhauses aus den 60ger oder 70ger Jahren. Bei einem Niedrigenergiehaus reduziert sich der Verbrauch auf 4-7l/m² (Öl) im Jahr.

Heutzutage ist das ökologische und energiesparende Bauen aus der Nische des Alternativen getreten und hat Einzug in das Alltägliche Planen und Bauen getreten. Forciert wurde die Entwicklung durch die hohen Energiepreise und Bewußtseinsveränderungen in der Öffentlichkeit.

Für den Planer ist es heute eine große Herausforderung, die Möglichkeiten energiesparenden Bauens zu nutzen und diese unter Einhaltung von Funktions- und Kostenzielen in anspruchsvolle Architektur umzusetzen.

Dem Planer sollte es dabei ein Anliegen sein , durch eine Planung, die auf einfachen Grundsätzen und unkomplizierter, finanzierbare Technologie beruht, ein Gebäude zu errichten, welches möglichst wenig Fremdenergie benötigt und aus langlebigen, gesunden und umweltverträglichen Materialein besteht.

Nach heutigem Wissensstand ist es möglich im Passivhausstandard zu bauen. Dies bedeutet das Gebäude durch passive Massnahmen, wie optimierte Dämmstoffstärken und Ausrichtung zur Sonne kein konventionelles Heizungssystem benötigt wird und die Behaglichkeit sowohl im Sommer, als auch im Winter garantiert wird.Der Jahresprimärenergiebedarf Q P für Heizung, Warmwasser und Hilfsstrom darf nicht mehr als 40 kWh/m² Gebäudenutzfläche A N betragen.

Ob letztendlich ein Passivhaus erfolgreich umgesetzt werden kann hängt massgeblich von der Einstellung und dem Verhalten der Bewohner ab.

Planungsgrundsätze für energiesparendes Bauen:

Wahl eines geeigneten GrundstückesGrundstück
sollte möglichst verschattungsfrei sein
Kompakte Bauweise, Minimierung der Aussenoberfläche
Wärmeverluste verringern, Gebäude einpacken, Wärmeschutzverglasung
Vermeidung von Kältebrücken
Passive solare Gewinne erzielen durch Öffnen des Gebäudes zur Sonne
Hülle luftdicht ausbilden um Wärmeverluste zu vermeidenEvtl. Wärmerückgewinnung aus der Raumluft durch eine Lüftungsanlage
Langes Lüften vermeiden

Immer mehr Bedeutung beim Bauen erlangt die Integrierte Planung.
Mit ihr bezeichnet man eine fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekt, Bauingenieur, Bauphysiker, Haustechnikplaner und ausführenden Firmen in der Planungsphase.
Durch die Verknüpfung von Logistik und Organisation kann das „Gesamtsystem Gebäude“ in sich schlüssig abgestimmt werden und die Amsetzung mit allen erforderlichen Maßnahmen in einem wirtschaftlichen Rahmen ausgeführt werden.
Integrales Denken führt so zu einem hohen Grad an Effizienz und schont wertvolle Energie.

 
 
       
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